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Q&A mit IRONMAN-Sieger Boris Stein


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Q&A mit IRONMAN-Sieger Boris Stein

Boris Stein gehört zu den erfolgreichsten Triathleten Deutschlands. Seit einem Jahrzehnt gehört der 35-Jährige zu den Sieganwärtern, wenn er bei Mittel- und Langdistanzen antritt. Nach dem Abschluss seines Lehramtstudiums katapultierte sich Boris durch den Gewinn der deutschen Meisterschaft auf der Mitteldistanz beim Allgäu Triathlon 2012 in die nationale Spitze. Spätestens mit dem Sieg bei der Challenge Kraichgau 2013 (heute: IRONMAN 70.3 Kraichgau) und beim IRONMAN 70.3 Rapperswil sowie dem IRONMAN Zürich 2014 weiß auch die internationale Konkurrenz um die Stärke des Radspezialisten.

Nach drei Top-10 Platzierungen in Folge bei der IRONMAN Weltmeisterschaft auf Hawaii (10. Platz jeweils 2015 und 2017, 7. Platz 2016) hatte Boris Stein längere Zeit mit Verletzungen zu kämpfen. Dass er sich im Spätsommer 2019 mit einem eindrucksvollen Sieg beim IRONMAN Kalmar zurückmeldete war Anlass genug mit dem Mann zu sprechen, der nur wenige Wochen später die schnellste Radzeit beim IRONMAN Hawaii aufstellte.* Wie es ihm nach der Verletzung geht, die ihn vor ein paar Monaten zur vorzeitigen Aufgabe auf Big Island zwang und womit er sich auch im Winter motiviert, erfahrt ihr im Q&A.

* Weil er das Ziel nicht erreichte, wurde diese Zeit nicht gewertet

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Lieber Boris, vielen Dank, dass du dir die Zeit für unser kleines Q&A nimmst. Vor ein paar Monaten musstest du bei der IRONMAN Weltmeisterschaft verletzungsbedingt frühzeitig aussteigen. Wie ist es um die Verletzung bestellt und wie laufen die Vorbereitungen auf die neue Saison?
Ich ziehe aus 2019 ein versöhnliches Fazit. Fast ohne Grundlagentraining konnte ich mich mit einer vorzeigbaren Leistung für Hawaii qualifizieren und war dort auch konkurrenzfähig allerdings aufgrund der engen Terminierung erneut angeschlagen. Diese Verletzung konnte ich in der Saisonpause auskurieren.

Du bist seit knapp zehn Jahren in der Weltspitze unterwegs und konntest einige große Rennen gewinnen. U.a. bist du deutscher Meister und Europameister auf der Mitteldistanz, mehrfacher IRONMAN Sieger, hast drei Mal in Folge die Top-10 auf Hawaii erreicht und konntest sogar ein Rennen in der 2. Bundesliga auf der Kurzdistanz gewinnen. Welche Erfolge sind dir in besonderer Erinnerung geblieben?
Wirklich Spuren hinterlassen bei mir eigentlich nur Niederlagen: die Demontage von Andi Dreitz am Tegernsee 2011, der zweite Platz beim IRONMAN 70.3 Aix 2015 und der abgebrochene 70.3 Schweiz 2013. Letzterer hat mir jedoch den wichtigsten Sieg für meine Karriere ermöglicht, da ich am Rennabend noch für die Challenge Kraichgau am Wochenende drauf nachgemeldet habe und dort deutscher Meister geworden bin. Hierdurch habe ich meinen ersten richtigen Sponsoringvertrag bei Canyon bekommen und das Leben als Vollprofi wurde erst möglich.

Nach ein paar Jahren der stetigen Weiterentwicklung hattest du in den letzten Jahren mit einigen Verletzungen zu kämpfen. Woher hast du die Motivation genommen um immer wieder neu anzugreifen?
Es war meine erste wirklich schwerwiegende Verletzung. Durch den Einschnitt habe ich viele meiner Routinen hinterfragt und dadurch eine Menge ungenutztes Potential entdeckt, dass ich unbedingt noch abrufen will (z.B. Ernährung, Belastungssteuerung).

Deine Radstärke, mit der du den Rennen regelmäßig deinen Stempel aufdrückst, ist beeindruckend. Hattest du schon immer ein besonderes Talent für die zweite Disziplin oder steckt besonders viel Arbeit hinter den Ergebnissen?
Schnelles Radfahren im Triathlon braucht einen großen Motor und eine gute Aerodynamik. Der Motor ist eine reine Fleißaufgabe. Die Aerodynamik kann man sicherlich mit Beweglichkeitstraining verbessern, aber manche Objekte funktionieren auch zufällig aerodynamisch gut, wie das Profil verschiedener Reifen.

Im Winter kann es auf dem Rad in Deutschland sehr ungemütlich werden. Trainierst du lieber drinnen im Trockenen oder suchst du so oft es geht den Weg in die Natur?
Die Mischung macht es für mich aus. Lange Einheiten absolviere ich wetterunabhängig lieber draußen, zudem bekomme ich bei Indoor-Einheiten über zwei Stunden ein Hydrationsproblem. Unter der magischen zwei Stundenmarke kann ich Indoor-Einheiten jedoch auch genießen, da mir ohne Beschäftigung Filme zu langweilig sind und die perfekte Umsetzung der Trainingsvorgaben tatsächlich möglich ist.

In unserem Mission Statement heißt es: „Für alle, die vor Morgengrauen beginnen und die Dämmerung besiegen. Für alle, die sich alleine aufreiben um aus der Masse zu stechen. Für alle, die es immer und immer und immer wieder tun.“ Findest du dich in unserer Zielgruppe wieder und welche Einstellung verbindest du mit HUNT INCYLENCE?
Marketing Speach ist nicht meine. Ich trainiere gerne. Vieles davon mache ich primär für mich. Ich reibe mich nicht auf. Ich habe Freude an meiner persönlichen Entwicklung. Als Triathlet fällt man aktuell mehr auf, wenn das Gesamtkunstwerk durch die Sockenwahl konterkariert wird. Mir gefällt dieser Trend.

Gemeinsam mit deinem Trainer Björn Geesmann, STAPS hast du bereits den Fahrplan für die Saison 2020 festgelegt. Neben Rennen auf deutschem Boden wie der Challenge Heilbronn und dem IRONMAN Frankfurt, steht auch die Weltmeisterschaft auf Hawaii in deinem Kalender. Mit welchen Erwartungen gehst du in die neue Saison?
In erster Linie freue ich mich tatsächlich Grundlagentraining absolvieren zu dürfen. Intern habe ich schon Ziele formuliert. Vorrangig möchte ich jedoch gesund an die Startlinie kommen. Der Rest ergab sich immer von selbst.

Wir drücken dir für 2020 die Daumen und hoffen, dass wir im Oktober bei Poke und Asai Bowl über eine weitere erfolgreiche Saison sprechen können. Damit dich die Hunter (unsere Community) noch besser kennenlernen, beenden wir dieses Q&A mit ein paar Insights:

Deine Lieblingsdisziplin?
Radfahren

Training lang und locker oder kurz und knackig?
Lang und locker

Im Rennen mit taktischem Masterplan oder offenem Visier?
Lieber mit offenem Visier. Mit ein bisschen Hirn bin ich jedoch meist etwas erfolgreicher.

Deine Lieblingsfarbe?
Ganz dunkles Blau

RUNNING oder TRIATHLON Socken?
Triathlon Socken

Hast du ein Motto? 
Nein

Deine Belohnung nach harten Einheiten?
Viel essen und schlafen.

Doppelter Espresso oder Latte Macchiato?
Ich trinke Kaffee nur vor dem Training aus Performance-Gründen; also Espresso, aber einfach, sonst schlafe ich die ganze Nacht nicht.

Mehr Informationen über Boris Stein findest du hier:
Website
Instagram
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